Glück und Zufriedenheit

Stefanie Stolle
17. März 2024
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Glück und Zufriedenheit

Sag mal, kennst Du den Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit in Deinem Leben?

Es gibt einen ganz tollen TED Talk von Robert Waldinger (Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School). Ich lege Dir sehr ans Herz, Dir mal 15 Minuten dafür Zeit zu nehmen. Es lohnt sich wirklich. 

Machen Statussymbole glücklich? 

Ein anderer Professor der Harvard Medical School – Dr.Sanjiv Chopra – sagte einmal in einer Talkshow: „Der Gewinn eines 20-Millionen-Dollar-Lottoscheins macht Sie nicht glücklicher. Die Forschung hat gezeigt, dass Lottogewinner nach einem Jahr wieder so leben wie vorher.“ 

Klar, wer gar kein Geld hat, hat viele Probleme. Da brauchen wir nichts beschönigen. Und ein Mensch mit vielen Problemen hat weniger Zeit, Nerven und Ruhe, über schöne Dinge um ihn oder sie herum glücklich zu sein. Doch ab einem gewissen Einkommen ist die Existenz gesichert und der Glückspegel mag nach oben und unten schwanken, der Schnitt verändert sich allerdings nicht. 

Ein gutes soziales Netzwerk, verlässliche Freundschaften und Teil einer Gruppe zu sein, macht glücklich. 

Sich zugehörig fühlen und zu wissen, dass immer jemand für einen da ist – und andersrum -, senkt das Stresslevel und die Angst. Denn wir wissen, dass wir nicht alleine sind und das ist sehr beruhigend. Deshalb ist es eine gute Idee, sich Freunde mit Bedacht auszuwählen und in guten wie in schlechten Zeiten nah beisammen zu stehen. Das müssen nicht hunderte von Menschen sein und es müssen sich auch nicht immer alle gleichzeitig vor Ort befinden. Eine Hand voll Leute reicht aus, um große und kleine Dinge miteinander zu feiern und Herausforderungen zu meistern. Hast Du 5 Menschen, die Dir gut tun? 

Vergebung macht glücklich. 

Als Nelson Mandela 1990 nach 27 (!) Jahren Haft entlassen wurde, sagte er: „Ich bin nicht verbittert, ich hege keinen Groll. Groll ist, als ob man Gift trinkt und dann hofft, dass es seine Feinde tötet.“ 

Kennen wir sowas nicht auch aus der Kinderwunschzeit? Es gibt das Buch mit dem Titel „Wenn ich noch eine glückliche Mami sehe, muss ich kotzen!“ Ich wette, jetzt fühlen sich einige von Euch angesprochen und ja, an manchen Kinderwunschtagen ist das so. Und doch ist Dir nicht geholfen, wenn Du die „Drohung“ tatsächlich wahr machst. Was bringt es den anderen – und Dir -, wenn wir so fühlen? Gar nichts. 

Im Workshop letzte Woche zum Thema „Glaubenssätze“ sind wir dem Ganzen sehr nah gekommen und es gab mal wieder einige Aha-Momente. Es lohnt also, sich mal mit der Gesamtsituation und ihren Einzelteilen zu beschäftigen und sich die Punkte herauszusuchen, gegen die man wirklich was tun kann. Der Rest darf „vergeben und vergessen“ werden. Wäre das nicht toll?

Geben macht Freude. 

Dr. Chopra vom Anfang des Artikels sagte auch, dass es sehr erfüllend sein kann, Zeit und Geld für wohltätige Zwecke zu investieren. Denn Menschen, die sich ehrenamtlich engagierten, wären glücklicher, hätten ein höheres Selbstwertgefühl und würden sogar eine niedrigere Sterblichkeitsrate aufweisen. DA wollen wir hin, oder?! 

Es gab mal ein Experiment (*), in dem 96 Teilnehmer fünf Tage lang jeden Tag fünf Dollar bekamen. Diese konnten sie für sich ausgeben oder für andere. Am Anfang hatten alle Teilnehmer ein ähnliches Zufriedenheitslevel. Nach den fünf Tagen wurde allerdings sichtbar, dass das Glücksgefühl bei denen schwand, die das Geld für sich selbst ausgaben. Die anderen, die das Geld jemandem schenkten, blieben weiterhin happy. (*Studie der University of Chicago und der Northwestern University)

Bedeutet für uns: Schenken wir doch mal eine Woche lang täglich etwas her. Das kann ein Lächeln sein, ein extra schön kreierter Cappuccino oder ein Kinobesuch, zu dem wir eine liebe Freundin einladen. Machst Du mit? 

Dankbarkeit und Glück gehen Hand in Hand. 

Eine Studie der American Psychological Association besagt, dass jeden Tag „Ich bin dankbar…“ auszusprechen den Menschen helfen kann, gute Erfahrungen wahrzunehmen und wertzuschätzen und schwierige Umstände zu meistern. Außerdem würden Beziehungen gestärkt. 

Ich war früher kein großer Fan dieser „Dankbarkeits-Tagebücher“, weil ich überzeugt war, sowieso nur wieder irgendwas völlig Überteuertes verkauft zu bekommen. ABER dann hörte ich mal in einem Podcast eine Psychologin davon sprechen. Sie sagte in etwa: Wenn ich jeden Abend 3 Punkte in mein Tagebuch schreibe, wofür ich an diesem Tag dankbar war, dann wird das zur Routine. Anfangs mag es befremdlich sein und anstrengend. Doch nach einer Weile beginnen wir, schöne Begebenheiten zu erkennen und denken uns dann „Ich darf auf keinen Fall vergessen, das später ins Tagebuch zu schreiben!“. Somit nehmen wir die schönen Gedanken mit in den Abend und machen so den kompletten Tag zu einem besseren. 

Das leuchtete mir ein und jetzt finde ich „Dankbarkeits-Tagebücher“ gut. Manchmal kann es so einfach sein. 

Was meinst Du? Sollen wir mal ausprobieren, an unserer Zufriedenheit zu arbeiten, um von Zeit zu Zeit „das Glück“ zu spüren? Einen Versuch ist es wert und wenn Du magst, helfe ich Dir dabei. 

Alles Liebe und bis bald,

Deine Stefanie

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