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Das (Kinderwunsch-) Leben steht Kopf

New Work, New World, New Economy, New… 

Was es heutzutage nicht alles „NEW“ gibt in dieser Welt und das Leben auf den Kopf stellt…! Versteh mich nicht falsch, ich bin ein Mensch, der Wandel sehr zu schätzen weiß und im Laufe seines Erwachsenseins immer wieder was „NEW“ gemacht hat. Ich habe meine Komfortzone schon oft – mal mehr, mal weniger freiwillig – verlassen und dabei die tollsten Dinge über mich herausgefunden. Ich weiß, was ich nicht will und meistens weiß ich auch ganz gut, was ich will. Und bei Bedarf passe ich es eben an.

So einfach und doch so schwer.

Während meiner Zeit im Silicon Valley in Kalifornien befand ich mich in einer Bubble aus sehr bunten Menschen. Bunt nicht nur die Hautfarbe betreffend, sondern alles. Herkunft, Kultur, finanzielle Ausstattung, Erziehung, Erfahrungen … die Liste geht noch ewig weiter. Nur eins hatten alle gemeinsam, sie waren eher jung und sehr gut ausgebildet.

Was eint uns Menschen auf der ganzen Welt?

Meiner Meinung nach haben wir alle – egal, woher wir kommen, was wir haben und wer wir sind – drei Wünsche ans Leben.

  1. Wir wollen frei, selbstbestimmt und in Sicherheit leben.
  2. Wir wünschen uns eine Aufgabe (Job, Hobby, Ehrenamt…), die den Sinn unseres Lebens unterstreicht und bereichert.
  3. Wir möchten mindestens eine Person an unserer Seite haben, die wir von Herzen lieben und die uns ebenso zurück liebt, um gemeinsam ein schönes Leben aufzubauen.

Jetzt werden manche sagen: Gesundheit ist aber auch wichtig! Das stimmt, aber ich wage zu behaupten, dass die oben genannten Punkte auch Wünsche von Menschen mit diversen Krankheiten sind. Sind diese drei Punkte safe, fühlen wir uns alle – so individuell unser Leben sonst auch sein mag – wohl(er).

Fühlst Du Dich frei, siehst Du den Sinn in Deinem Sein und hast Du Menschen um Dich, die Du liebst und die Dich lieben oder steht Dein Leben gerade Kopf?

Das sind die elementaren Themen, die ich in meiner Arbeit mit meiner Kundschaft (die alle gerade vor der Herausforderung „Unerfüllter Kinderwunsch“ stehen) bespreche. Wie geht es, sich so ein Leben aufzubauen? Was bedeutet das für mich, meine Arbeit, meine Familie, die Partnerschaft und meinen Freundeskreis? Welche Ziele habe ich im Leben? Was müsste ich tun, um sie zu verwirklichen und bin ich bereit, den Weg mit all seinen Konsequenzen zu gehen?

Wie kommt man denn auf den richtigen Weg zum Ziel?

Das Schild „höher, schneller, weiter“ am Wegesrand führt Dich nicht zum Ziel, das kann ich Dir versprechen. Die Richtung „Du musst“ birgt auch manch Stolperfalle und manchmal sogar tiefe, schwarze Löcher, aus denen Du allein nur sehr schwer bis gar nicht wieder raus kommst. „Alles wird gut!“ hört sich großartig an. Du solltest dann aber schon auch den ganzen Weg gehen und Dich nicht auf das hübsche Bänkchen mit der fantastischen Aussicht gleich zu Beginn setzen und darauf warten, dass alles gut wird. Hm….

Wieviel „NEW“ verträgt das Leben?

Nehmen wir das Beispiel „New Work“. Dieser Begriff erschlägt mich gerade von allen Seiten, vor allem auf Social Media und er verwirrt mich. Die einen schreien ziemlich unreflektiert „Nicht alle können ins Homeoffice gehen, wo kämen wir denn da hin in der Fabrik oder in Krankenhäusern!“ und die anderen versuchen verzweifelt, ihnen zu erklären, dass es um viel mehr geht als nur das Homeoffice. Meistens ohne Erfolg, lieben die Schreier doch ihr Geschrei, nicht wahr?!

Ich lese, dass Firmen für ein paar Wochen Fincas anmieten und dort Workations (oder wie heißt das?) veranstalten für ihre Mitarbeiter. Alle können so lange dortbleiben, wie sie wollen oder sich – wenn sie nicht kommen –  vom eigenen Wohnort aus online zu Meetings einwählen. Okay, nett.

Naja, und dass es an den schönsten Stränden dieser Welt mittlerweile immer mehr Menschen gibt, die mit Laptop auf dem Schoß ihr Business managen, das haben wir alle schon gehört. Oder vielleicht sogar selbst auch schon gemacht. (Ich 😉)

Okay, wieviel „NEW“ verträgt das WAHRE Leben?

DAS ist die Frage, die mich immer verwirrt. Wenn ich gerne 5 Wochen in der oben genannten Finca bleiben möchte, mein(e) Partner(in) auch arbeitet, evtl. Kinder zur Schule müssen und Tiere versorgt werden wollen… wie lustig ist dann dieses Konzept für mich und meine Lieben?

Wenn ich mir eine Beziehung wünsche und – um mal die zwei Extreme zu nehmen – immer nur im Homeoffice oder immer nur als digitale Nomadin unterwegs bin… wo soll ich dann jemanden kennenlernen? Wann können wir uns treffen? Wo werden wir später wohnen? Haben wir beide volle berufliche Flexibilität oder schränkt ein Job unsere gemeinsame Freiheit ein?

Was bedeutet das für einen (unerfüllten) Kinderwunsch?

Sind wir ggf. beide zum „fruchtbaren Zeitfenster“ rund um den Eisprung am gleichen Ort, um Sex zu haben? Wie bekomme ich etwaige Termine in der Kinderwunsch-Klinik unter? Kann ich zwischen Punktion und Transfer Homeoffice machen und mal schauen, zu wie viel ich komme, ohne dass es auffällt? Oder erzähle ich allen von meinem Kinderwunsch, weil bei uns in der Firma sowieso alle Lebenspläne herzlich willkommen sind und mir niemand Steine in den Weg legt?

Wie ist das bei Dir in der Arbeit denn so?

Wissen Deine Kollegen und Kolleginnen von Deiner Situation? Die meisten meiner Kundinnen sagen in der Arbeit nichts von ihrem (unerfüllten) Kinderwunsch. Sie möchten weder als „die Arme“ angesehen werden noch Nachteile dadurch riskieren beim beruflichen Vorankommen.

Sie versuchen, ihre Kinderwunsch-Termine irgendwie erledigt zu bekommen, notfalls melden sie sich mal krank oder sagen, sie müssten z.B. kurz zum Zahnarzt. Das lässt sich alles machen, solange die Kinderwunsch-Reise nicht allzu lange dauert.

Wer schon jahrelang versucht, Job und Kinderwunsch-Behandlungen zu vereinbaren, der wird irgendwann mit dieser Strategie an die Wand fahren und am Boden liegen. Sie gelangen früher oder später an einen Punkt, an dem sie mindestens eine Person einweihen. Nicht selten ist das direkt der Chef oder die Chefin. So kann man im Team einfach nur Kollegin sein und fühlt sich trotzdem entlastet, wenn mal etwas außerplanmäßig läuft. Oft höre ich: „Das hätte ich schon früher machen sollen.“.

Richtig „NEW“ ist da nicht so viel.

Corona und das damit verbundene Homeoffice wurde von vielen als erleichternd empfunden. Das hilft allerdings der Ärztin, der Lehrerin oder Erzieherin nichts, wenn sie spontan mal in der Kinderwunsch-Klinik vorbeischauen soll.

Irgendwie geht es immer, aber die Herausforderung „Unerfüllter Kinderwunsch“ wäre – so meine Meinung –  ein bisschen leichter, wenn sie einfacher mit dem Job zu vereinbaren wäre. Ich weiß, dass das viele Arbeitgeber mittlerweile auf dem Schirm haben, aber noch ein wenig auf der Stelle treten, wie sie dieses heikle Thema nun platzieren sollen.

Darauf warten, dass die Mitarbeiterinnen sich schon melden, wenn sie was brauchen? So tun, als wäre nichts? Es offen ansprechen und dann vielleicht ein nicht zu beherrschendes Fass aufmachen?

Ich weiß auch nicht, wie man es „richtig NEW“ macht. Aber ich arbeite an einem Angebot für Arbeitgeber. Stay tuned, wie man so schön sagt. Oder sagt man das nicht mehr?! 😉

Schreib doch mal in die Kommentare…

… wie es Dir so geht in dieser „NEW world“ mit all ihren Möglichkeiten, Insta-Posts und Hochglanzbildern. Alles sieht immer so einfach aus bei den anderen, warum fühlt man sich dann selbst so erschlagen vom eigenen Leben mit all seinen Herausforderungen?

Kannst Du die 3 Punkte von oben für Dich bejahen? Bist Du frei, sinnstiftend und geliebt? Wenn ja, wie hast Du das hinbekommen? Und wenn nein, was fehlt Dir?

Wie sagte Albert Einstein doch so treffend?

„Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.“

In diesem Sinne vielleicht bis bald!

Schau doch mal im KiWu-Club vorbei, wenn Du magst.
Ich freue mich auf Dich,

Deine Stefanie

 

Bild von TiNo Heusinger auf Pixabay

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